Traumatherapie
„Traumatisiert zu sein bedeutet, gefangen zu sein in einer
geistigen Endlosschleife unerträglicher Erfahrungen.“
Ein Trauma ist weder eine Krankheit noch eine Störung, es
ist eine Verletzung, die ein Mensch im Laufe seiner
Entwicklung erlitten hat. Die Verletzung selbst mag geheilt
sein, doch die Erfahrung von lähmender Furcht und
Hilflosigkeit hat sich im Körper eingenistet und blockiert
den Lebensfluss auf vielfältige Weise.
Der Körper wollte im Augenblick des traumatischen
Ereignisses reagieren, schüttete entsprechende Hormone,
Enzyme und Botenstoffe aus, die, einem uralten
Entwicklungsmuster gehorchend, das Flucht- oder
Angriffsverhalten steuern. Doch die Reaktion konnte nicht
ausgeführt werden, so dass die Energie nicht freigesetzt
wurde und in den Zellen weiter wirkt.
Traumasymptome - Eine Reaktion des Nervensystems
Diese Energie kann eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen wie z.B. Albträume, Dissoziationen (Nicht ganz
„hier” sein, den Körper oder manche Körperteile nicht spüren können), unwillkürlich hereinbrechende
Erinnerungen, Schreckhaftigkeit, ständige Alarmbereitschaft oder Apathie, Gefühlsleere. Es können
Schlafstörungen, Gefühle von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit auftreten, Konzentrationsstörungen oder
Schuldgefühle. Dies alles sind Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Es ist unser
Nervensystem, welches durch die nicht abgeleitete überflüssige Energie diese Symptome produziert und zwar
völlig unabhängig davon, wodurch ein Mensch traumatisiert wurde.
Traumatherapie, Somatic Experiencing und Bodynamic
Diese gebundene Energie zu spüren und sie freizusetzen, ist eine Aufgabe der Traumatherapie, wie sie u.a. in
dem von Peter Levine entwickelten Somatic Experiencing® (SE) praktiziert wird. Für meine
traumatherapeutische Arbeit stellt dieser Ansatz einen wichtigen Baustein dar. Noch stärker arbeite ich mit
Bodynamic, einem federführend von Lisbeth Marcher entwickelten System, das die körperliche, insbesondere
die muskuläre Entwicklung vom Embryo bis zum Erwachsenen noch stärker einbezieht. Denn diese ist mit der
psychisch-emotionalen Entwicklung untrennbar verwoben. Traumata und Lebensmuster sind uns meist schon
früh "in Fleisch und Blut" übergegangen und werden in unseren Zellen gespeichert.
In sehr kleinen Schritten, bei denen Sie als KlientIn stets die Kontrolle über das Geschehen haben, arbeiten wir
mit Gesprächen, Kontaktübungen im Raum oder Körperübungen, die Ihnen helfen, Ihre Wahrnehmung zu
erweitern, um so wieder einen Zugang zu Ihren Kraftquellen zu finden. Auf diese Weise lernt Ihr Nervensystem,
sich selbst wieder zu regulieren, zugleich wächst die Fähigkeit, die Beziehung zu sich selbst und zur Umwelt
erfüllend zu gestalten und sich lebendig zu fühlen.

